BoardCompanions

Für Companions

Pro bono in Aufsichtsrat oder Beirat einer gemeinnützigen Organisation tätig sein.

Warum in einem gemeinnützigen Aufsichtsrat oder Beirat mitwirken

Sie haben über viele Jahre Dinge zum Laufen gebracht, die unter Druck standen — Unternehmen, Funktionsbereiche, Teams. Gemeinnützige Organisationen brauchen genau diese Erfahrung. Sie arbeiten mit knappen Budgets, führen Festangestellte und Ehrenamtliche, sind Förderern gegenüber rechenschaftspflichtig und tragen die gleichen Governance-Pflichten wie jede Unternehmensleitung. Der Unterschied: Sie können sich die Menschen mit passender Erfahrung in der Regel nicht auf dem Markt einkaufen.

Hier kommen Sie als Companion ins Spiel.

Ein Companion engagiert sich pro bono im Aufsichtsrat oder Beirat einer gemeinnützigen Organisation, meist als unabhängiges Mitglied, manchmal auch als Observer. Sie bringen Ihre Governance- Erfahrung, Ihre fachliche Tiefe und Ihr Netzwerk ein. Sie gewinnen Einblicke in einen Sektor, dem Sie in Ihrer Wirtschaftslaufbahn vermutlich selten begegnet sind, und Sie tragen zu einem Ergebnis bei, das sich nicht an Aktienkursen, sondern an Wirkung bemisst.

Unsere Companions formulieren es meist ähnlich. Zum einen lernen sie mehr, als sie erwartet hatten — über den Sektor, über andere Führungsstile, über Governance in einem anderen Kontext. Zum anderen ist es für sie sinnstiftend, ihre Fähigkeiten dort einzusetzen, wo sie einen greifbaren Unterschied machen.

Bereit mitzumachen?

Was wir von Ihnen erwarten

Ein Companion zu sein ist keine repräsentative Funktion. Unsere Reputation hängt an jeder einzelnen Platzierung — und das beginnt mit den Ansprüchen, die wir an unsere Companions stellen.

Erfahrung

Sie sollten über ausgeprägte Führungserfahrung in einer Senior-Rolle verfügen — idealerweise mit vorheriger Mitarbeit in Vorständen, Aufsichtsräten oder Beiräten — und auf Governance-Ebene agieren wollen, nicht im operativen Tagesgeschäft.

Board-Ausbildung (stark empfohlen)

In unseren etablierten Ländern haben rund 95% der Companions INSEAD-Programme wie das International Directors Programme (IDP) oder IN-BOARD absolviert oder eine vergleichbare Governance-Qualifikation nachgewiesen. Umfangreiche Board-Praxis kann eine formale Ausbildung ersetzen; das prüfen wir im Einzelfall.

Zeit und Verlässlichkeit

Ein Non-Executive-Mandat bei einer gemeinnützigen Organisation umfasst typischerweise einige Aufsichtsrats- oder Beiratssitzungen im Jahr, Vorbereitungszeit, gelegentliche Ausschussarbeit und Erreichbarkeit, wenn es darauf ankommt. Falls Ihr Arbeitgeber einer externen Tätigkeit zustimmen muss, holen Sie diese Genehmigung bitte vor Ihrer Bewerbung ein.

Werte

Jede und jeder Companion unterzeichnet die BoardCompanions Charter. In einfachen Worten verpflichtet sie Sie dazu,

  • Ihre Erfahrung einzubringen und von anderen zu lernen,
  • unabhängig im Interesse der Organisation und ihrer Stakeholder zu handeln,
  • Zweck und Kultur der Organisation zu respektieren und deren Governance-Regeln zu folgen,
  • einem hohen ethischen Standard zu genügen — Vertraulichkeit, kein Interessenkonflikt, Transparenz dort, wo einer entstehen könnte,
  • sich in der BoardCompanions-Community zu engagieren: Lernformate, Feedback, gegenseitige Unterstützung.

Die Charter ist kurz und liest sich im Wesentlichen wie "was gute Aufsichtsrats- oder Beiratsmitglieder ohnehin tun". Die Unterschrift macht es verbindlich.

Der Weg aus Ihrer Sicht

Von der ersten Anfrage bis zum ersten Mandat:

Schritt Was passiert
1. Online bewerben Kurzes Profil — Hintergrund, Expertise, Verfügbarkeit, Sprachen, Branchen
2. Kennenlerngespräch 20-minütiges Gespräch mit dem Länderteam; beidseitig — Sie fragen, wir prüfen Passung
3. Aufnahme in den Pool Sie erhalten das Companion Welcome Pack und werden Teil des aktiven Pools
4. Briefings erhalten Wenn eine Matching-Runde öffnet, sehen Sie die Organisationen, die wir briefen, und bekunden Interesse an den passenden
5. Organisationen treffen Über ein Matching-Event oder eine direkte Vermittlung
6. Entscheiden und starten Wenn beide Seiten weitermachen wollen, bestätigen wir das Match und treten in den Hintergrund — die Zusammenarbeit gestalten Sie selbst

Der Pool ist keine Warteliste. Gut vorbereitete Companions, die aktiv auf Briefings reagieren, werden typischerweise innerhalb weniger Runden vermittelt. Andere warten länger. Reaktionsfreude zählt hier mehr als die Länge des Lebenslaufs.

Unterstützung nach der Platzierung

Die Arbeit endet nicht mit dem Match. Wir halten unsere Companion-Community über mehrere Formate aktiv:

  • Kollegialer Austausch, in dem Companions teilen, was auf ihren Boards funktioniert und was nicht.
  • Material und Vorlagen zu wiederkehrenden Governance-Fragen.
  • Zugang zum Netzwerk für fachliche Fragen — rechtlich, finanziell, branchenspezifisch — die häufig bereits im Companion- Pool beantwortet werden können.
  • Regelmäßige Check-ins des Länderteams, damit wir mitbekommen, wie Platzierungen laufen, und unterstützen können, wenn etwas schwer wird.

Was das nicht ist

Ein paar Klarstellungen — Erwartungsmanagement spart allen Zeit:

  • Nicht vergütet. Das Engagement ist pro bono. Spesen können gegebenenfalls von der Organisation erstattet werden; das klären Sie direkt mit ihr.
  • Nicht instantan. Matching braucht Zeit. Wir vermitteln Sie nicht in ein Gremium, das nicht passt, nur um Tempo zu machen.
  • Keine Karriereleiter. Manche Companions übernehmen im Lauf der Zeit mehrere Mandate, andere nur eines. Für uns zählt, dass das Match funktioniert.

Jetzt bewerben

Im Aufnahmeformular erfassen wir Ihre Erfahrung und Ihre Verfügbarkeit. Sie können Ihren Fortschritt zwischenspeichern. Wir melden uns innerhalb weniger Werktage, um das Kennenlerngespräch zu vereinbaren.

Fragen vor der Bewerbung? Ihr Länderteam erreichen Sie über die Kontaktseite.

BoardCompanions.org-Anfragen an info@boardcompanions.be.

Bereit mitzumachen?